Aylin Dogan bei 60 Plus

Als Gast hatten wir uns diesmal unsere neue Vorsitzende, Aylin Dogan, eingeladen.  Aylin Dogan 4 DSC01674
Nach einer persönlichen Vorstellung ging es, wie könnte es auch anders sein, um die uns alle umtreibende Frage: GroKo – ja oder nein!


Und wieder wurde deutlich, das Thema hat Spalterqualitäten. Dabei geht es – bei Licht betrachtet – um unterschiedliche Perspektiven, die man zu einer Sachfrage einnehmen kann. Während die Einen meinen, ein Ja zur GroKo würde die Zustimmung der Bevölkerung zur Sozialdemokratie weiter minimieren, sehen die Andern das geradewegs umgekehrt. Letztere argumentieren, den Neinsager fehle es an einem „Plan-B“. Faktisch wäre ein solches Nein-Ergebnis ein vernichtendes Urteil über die Führung der SPD im Bund und in der Mehrzahl der Länder. Der Rückzug der Führung aus der Verantwortung wegen Totalversagen unvermeidlich. Was aber dann …? Wo sind die neuen „Eliten“ …? Im Übrigen, gemessen an unserem Wahlprogramm seien die Verabredungen des vorliegenden Koalitionsvertrages durchaus beachtenswert. Leider fehlten aber bei Formulierung und Abstimmung des Wahlprogrammes die leidenschaftlichen und engagierten Stimmen der Neinsager zu Sozialstaat, Steuern und Rente. Jetzt zu bemäkeln, dass der große Wurf nicht gelungen sei, sei unfair, weil davon auch im Wahlprogramm keine Rede gewesen sei. Deshalb, auch wenn die Risiken einer neuen GroKo durchaus gesehen werden, das kleinere Übel sei die GroKo.

Aylin Dogan 2 DSC01677      Aylin Dogan 3 DSC01675

Groko oder No-groko

Die „Sondierungen“ unserer Parteispitze, Groko oder No-groko, Neuwahlen oder Minderheitsregierung (wer mit wem?) oder doch Opposition, darum ging es bei unserer letzten Versammlung am 09. Januar 2017. Die Meinungen dazu waren geteilt. Auf der einen Seite mit beginnendem Furor die einen, die meinten: „Nie mehr wieder mit Merkel!“ Denn: Juniorpartner der CDU, das war von Mal zu Mal mit einem drastischen Rückgang der Wählerstimmen verbunden. Unsere Erfolge in den jeweiligen Koalitionen wurden nicht gesehen und wenn sie doch Beachtung fanden, dann wurden diese Frau Merkel und der CDU zugeschrieben. Ein großkoalitionäres „Weiter-so“, so diese Meinung, geht deshalb gar nicht. Auf der anderen Seite diejenigen, die meinten, Neuwahlen führten in der jetzigen Situation zu einem gänzlichen Absturz unserer Partei in der Wählergunst. Und weiter, auch mit 20 Prozent müsse man, auf unsere Geschichte verwiesen - (Erst das Land, dann die Partei) - den staatsmännischen Pflichten nachkommen. Wenn sich alle der Verantwortung entzögen, müsse man eben ran. Und im Übrigen, so könne man wenigsten, wenn auch mit Abstrichen, sozialdemokratische Politik in staatliches Handeln umsetzen. Und dazwischen waren die Ratlosen, die sehr wohl gesehen haben, dass ein Wiedereintritt unserer Partei in eine neue große Koalition mit erheblichen Risiken verbunden ist (weiterer Wählerschwund, Parteiaustritte, Glaubwürdigkeitsverlust etc.), dass aber die Oppositionswahl ebenso mit erheblichen Risiken verbunden ist.

Einig war man sich in der Erwartung, dass unsere Partei sich nach dem Wahldesaster im Bund und in NRW programmatisch erneuern muss. Nach dieser lebhaften Diskussion warten wir gespannt auf die nächsten Ereignisse.

Hans Klose
Vorstand

Weihnachtsfeier 2017 bei 60Plus

Das Namensziel ganz knapp verfehlt
59 wurden nur gezählt.
Weihnachtsfeier 2017 1 2  Weihnachtsfeier 2017 12
Weihnachtsfeier 2017 15  Weihnachtsfeier 2017 13
Das Wetter ließ es nicht gelingen--
es fehlten die Genossen aus Solingen.
Die Sommerfesterfahrung wurde übertragen
und ließ uns die „Selbstdarstellung“ wagen,
Ein wenig Musik musste aber sein -
am Keybord macht das Doris Dobberstein.
Weihnachtsfeier 2017 4  Weihnachtsfeier 2017 1 20
Der Oberbürgermeister schaute auch herein
und fühlte sich sofort daheim.
Weihnachtsfeier 2017 1 9
Wir dankten allen Kuchenspenderinnen
mit kleinen Blumen und Sekt „dadrinnen“.
Auch an unsere erste „Büffettverwalterin“
ging als Dank ein Gebinde hin.
Weihnachtsfeier 2017 23
Also viel Lob und Dank und Freude am Leben
das war 2017 und das wollen wir 2018 wieder geben.
Allen Besuchern dieser Seite
ein frohes Weihnachtsfest und ....
vielleicht schauen Sie mal bei uns vorbei??

Ralf Johanns die rechte Hand unseres Oberbürgermeisters

Zu unserer Mitgliederversammlung am Dienstag, dem 14.11.2017, hatten wir uns Ralf Johanns b DSC01203 eingeladen. Ralf Johanns ist der Bürochef, gleichsam die rechte Hand unseres Oberbürgermeisters. Anlass der Einladung war das Wissen um sein nach dem 1. Quartal 2018 anstehendes pensionsbedingtes Ausscheiden aus der Verwaltung. Anlass waren aber auch die Fragen, was ein Mensch in seiner Position so eigentlich macht und wie seine Arbeit aussieht?
c DSC01202   d DSC01201
Die Beantwortung dieser Fragen hat uns dann doch etwas staunen lassen. Dazu braucht es nicht nur ein umfangreiches, erfahrungsabhängiges Verwaltungswissen, eine gehörige Portion Lebenserfahrung, Loyalität im Hinblick auf den Oberbürgermeister, Verschwiegenheit ohne Neigung zur Konspiration, Selbstbewusstheit, Verlässlichkeit, politisches Gespür und den Mut, sich auf einen Verwaltungsalltag einzulassen, dessen Zeithorizont, gelinde gesagt, etwas unbestimmt ist. Kurz: sein „Job“ erfordert Charakterstärke und Urteilskraft. Urteilskraft auch deshalb, weil über seinen Schreibtisch alles geht, was den Oberbürgermeister erreichen soll, was dieser entscheidet, plant oder anordnet. Rolf will und muss dem Oberbürgermeister „den Rücken freihalten“. Dazu muss er über alles informiert sein, Wichtiges von Unwichtigen trennen können und so dafür sorgen, dass der Oberbürgermeister nicht mit Dingen behelligt wird, die sich z.B. aus dem Regelwerk der Verwaltung von selbst beantworten. Er muss Termine (Sitzungen) problemorientiert und inhaltlich vor- und nachbereiten, Gesprächspartner des OB sein und kommunalpolitisch sich aufdrängende strategische Optionen bewerten und die Quintessens einer Problemstellung herausarbeiten können. Kurze Briefings zu aktuellen Themen (z.B. auch Vorlagen) sind anzufertigen, der Terminkalender des OB‘s mit anderen Akteuren so koordiniert werden, dass nicht zu viel Lebenszeit verloren geht, und, und, und … .
 
                                           a DSC01205

Alles in allem, in dieser Funktion müsste man eigentlich ein Multitalent sein. Ralf ist es nicht, aber nahe daran.

Hans Klose
Vorstand

Diskussion zur Bundestagswahl

Unsere zurückliegende Mitgliederversammlung hatte nur ein Thema: Die September-Wahl. Und, da waren sich alle einig, die war ein Desaster.

Leidgeprüft durch die zurückliegenden Wahlen mit unseren „Steinen“, Steinbrück und Steinmeier, brauchten wir keinen sachverständigen Gast, der uns den weiteren Niedergang unserer Partei, möglicherweise auch noch rational und „staatsmännisch“, erklärt hätte. Ein Lichtblick war dann aber doch der Erfolg unseres Bundestagsabgeordneten Lauterbach, der nach einem furiosen Wahlkampf im Erststimmenergebnis seinen Konkurrenten Nowak von der CDU deutlich übertraf, ja deklassierte und das Bundestagsmandat gewann. Ein Ergebnis, das umso bemerkenswerter ist, wenn man es mit dem Erststimmenergebnis der Landtagswahl (Mai 2017) vergleicht. Dort haben wir einen deutlichen Erststimmen-Vorsprung nicht nur eingebüßt, sondern einen solchen des CDU-Kandidaten hinnehmen müssen. Im Nachhinein hat es sich als richtig erwiesen, dass wir, 60plus, Lauterbach nicht nur öffentlich wiederholt den Rücken gestärkt, sondern auch aktiv seinen Wahlkampf begleitet haben. Woran nun aber das wiederholt schlechteste Wahlergebnis der Bundespartei seit den 50er Jahren gelegen hat, wurde unter den verschiedensten Gesichtspunkten und nicht ohne Emotionen diskutiert. Mehrheitlich war man wohl der Meinung, dass unsere Partei nicht klar machen konnte, dass sie für eine andere Politik steht. Eine Politik, die sich an den Interessen der breiten Mehrheit orientiert und nicht an denen der selbsternannten „Leistungsträger“. Trotz der Erfahrungen mit den Wirkungen der sogenannten Mitte-Politik, die man nach Steinmeier und Steinbrück hätte haben können, wir haben auf dasselbe „tote Pferd“ gesetzt und wollten uns – wie eine Zeitung schrieb – beim Linkssein nicht erwischen lassen. Dabei, das zeigte der Schulz-Hype, eine Wechselstimmung wäre möglich gewesen, wenn, ja wenn wir das Bedürfnis nach dieser anderen SPD hätten befriedigen können.